Fünf Bundesländer in einer Reise unterzubringen klingt nach viel Zugfahrt — realistisch betrachtet sind drei sinnvolle Etappen möglich, keine einzige zusammenhängende Rundreise.
Musikverein und Staatsoper liegen beide in der Wiener Innenstadt, fußläufig verbunden — eine eigene Anreise zwischen beiden ist nicht nötig. Für Wien allein lohnt sich realistisch ein Aufenthalt von mindestens zwei bis drei Tagen, um sowohl ein Konzert als auch eine Opernvorstellung unterzubringen, ohne beides in einen einzigen Abend zu pressen.
Die direkte REX-Verbindung von Wien nach Eisenstadt braucht gut eine Stunde und fährt stündlich, ohne Umstieg. Das macht den Haydnsaal in Schloss Esterházy als reinen Tagesausflug von Wien aus machbar — hin, Konzert oder Besichtigung, zurück, alles an einem Tag.
Wien und Linz liegen mit rund 1 Stunde 15 Minuten Railjet-Fahrzeit ebenfalls nah beieinander — das Brucknerhaus lässt sich sowohl als eigener Zwischenstopp auf dem Weg nach Salzburg als auch als Tagesausflug von Wien aus besuchen. Von Linz nach Salzburg sind es noch einmal rund 60 bis 70 Minuten weiter auf derselben Bahnachse. In Salzburg selbst liegen die Salzburger Festspiele, Mozarts Geburtshaus und das Mozart-Wohnhaus alle innerhalb der fußläufigen Altstadt — keine weitere Anreise zwischen diesen drei Stationen nötig.
Die direkte Railjet-Verbindung von Salzburg nach Bregenz dauert rund 4 Stunden 15 Minuten — die mit Abstand längste Einzelstrecke in diesem Führer. Wer die Bregenzer Festspiele mitnehmen will, sollte das bewusst als eigene, längere Etappe einplanen und nicht versuchen, sie in eine ohnehin schon dichte Salzburg-Route hineinzuquetschen. Realistisch bedeutet das: eine vollständige Reise über alle acht Spielorte braucht mindestens sieben bis zehn Tage, mit Bregenz als eigenem, bewusst gewähltem Abstecher an den Bodensee.