Eröffnet 1974 mit Herbert von Karajan am Pult der Wiener Philharmoniker — seither Heimat des jährlichen Brucknerfests und einer 2018 neu gebauten Orgel mit 3.727 Pfeifen.
Gebaut zwischen 1969 und 1973, wurde das Brucknerhaus am 23. März 1974 eröffnet — mit Herbert von Karajan, der die Wiener Philharmoniker in Anton Bruckners 7. Symphonie dirigierte. Ein symbolträchtiger Start: Bruckners eigene Musik eröffnete das Haus, das seinen Namen trägt.
Auf Initiative des damaligen künstlerischen Leiters Horst Stadlmayr wurde noch im Eröffnungsjahr 1974 das Brucknerfest ins Leben gerufen, wieder mit einem Orchesterkonzert unter Karajan. Seit 1977 gehört es fest zum österreichischen Kulturkalender, gleichrangig neben den Wiener Festwochen und den Salzburger Festspielen genannt.
Im Großen Saal des Brucknerhauses steht seit 2018 eine komplett neu gebaute Orgel mit 3.727 Pfeifen. Ganz anders die Geschichte der Orgel im nahegelegenen Alten Dom von Linz: Dieses Instrument war Bruckners zweite Station als Berufsorganist, nach seinen Wünschen umgebaut — und klingt bis heute so, wie er es zu seiner Zeit gehört und gespielt hat.
Linz liegt an der Hauptstrecke zwischen Wien und Salzburg — mit dem Railjet dauert die Fahrt von Wien rund 1 Stunde 15 Minuten, deutlich kürzer als die Anreise zu jedem anderen Spielort dieses Führers außerhalb Wiens. Das macht Linz auch als Tagesausflug von Wien aus realistisch machbar, nicht nur als eigene Station auf einer längeren Route.