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Haydnsaal, Schloss Esterházy

42 Jahre lang war Joseph Haydn hier fürstlicher Kapellmeister — und komponierte eigens für diesen Saal drei Symphonien, die bis heute nach ihm benannt sind.

17. Jh.Erbaut (2. Hälfte)
1761–1803Haydn im Dienst hier
Der barocke Haydnsaal in Schloss Esterházy mit Deckenfresken und aufgestellten Stuhlreihen für ein Konzert

Ein barocker Festsaal wird zum Haydnsaal

Graf Paul Esterházy, ab 1687 Fürst Paul I., ließ den barocken Festsaal in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts errichten und mit opulenten Fresken ausstatten. Erst im 20. Jahrhundert erhielt der ursprünglich schlicht „Großer Saal" genannte Raum seinen heutigen Namen: Haydnsaal.

42 Jahre am Hof der Esterházy

Von 1761 bis 1803 — mehr als vier Jahrzehnte — stand Joseph Haydn als Hofmusiker, Kapellmeister und Komponist im Dienst der Fürsten Esterházy in Eisenstadt, unter insgesamt vier verschiedenen Dienstherren. Ein Großteil seines kompositorischen Lebenswerks entstand in dieser Zeit am Hof.

Musik, eigens für diesen Raum geschrieben

Die außergewöhnliche Akustik und Atmosphäre des Saals inspirierten Haydn so sehr, dass er drei Symphonien ausdrücklich für ihn komponierte — bekannt als „Le Matin", „Le Midi" und „Le Soir" (Morgen, Mittag, Abend). Wenige Konzertsäle weltweit können auf Werke verweisen, die explizit für genau diesen Raum geschrieben wurden.

Akustik, die bis heute gilt

Dank seiner Akustik und Ausstattung zählt der Haydnsaal noch immer zu den besten und schönsten Konzertsälen der Welt. Von 1989 bis 2017 fanden hier zudem alljährlich im September die zehntägigen Internationalen Haydntage statt, ein Festival, das sich der Pflege von Haydns Gesamtwerk widmete — ein weiterer Beleg dafür, wie eng Saal und Komponist bis heute verbunden bleiben. Anreise von Wien: die direkte REX-Verbindung braucht gut eine Stunde und fährt stündlich.